Prepaid war die richtige Entscheidung - aber irgendwann reicht es nicht mehr: mehr Volumen, ein subventioniertes Smartphone oder einfach eine bequemere Monatsabrechnung. Der Wechsel von Prepaid zu Vertrag ist unkompliziert, wenn man die Reihenfolge beachtet. Wir erklaeren jeden Schritt, die Kosten der Rufnummer-Mitnahme und die Fehler, die den Wechsel teuer oder zunichte machen.
Vor dem Wechsel: die ehrliche Kostenrechnung
Ein Vertrag lohnt sich nur, wenn er mehr bietet als kostet. Rechnen Sie nach:
| Position | Prepaid (Beispiel) | Vertrag (Beispiel, 24 Mon.) |
|---|---|---|
| Monatlicher Preis | 12 Euro (10-GB-Paket) | 25 Euro (40 GB + Handy) |
| Einmalig | 0 Euro | 40 Euro Geraete-Zuzahlung |
| Kosten ueber 24 Monate | 288 Euro | 640 Euro |
| Enthalten | 10 GB, monatlich kuendbar | 40 GB, 5G, Smartphone (Wert ca. 350 Euro) |
Ohne Handy-Wunsch ist ein Sim-only-Vertrag meist deutlich guenstiger - den Vergleich finden Sie im Artikel Sim-only-Tarife im Vergleich. Und: Viele Prepaid-Tarife sind heute kaum noch schlechter als Vertraege (Detail: Prepaid vs. Vertrag). Der Wechsel lohnt sich vor allem fuer Vielsurfer und Geraete-Kaeufer.
Schritt 1: Prepaid-Karte nicht vorschnell kuendigen
Der wichtigste Grundsatz: Kuendigen Sie Ihre Prepaid-Karte NICHT, bevor die Rufnummer portiert ist. Eine gekuendigte Karte verliert die Nummer - und damit die Grundlage der Portierung. Richtig ist die umgekehrte Reihenfolge:
- 1. Vertragsantrag beim neuen Anbieter stellen und dabei 'Rufnummer mitnehmen' ankreuzen
- 2. Portierungserklaerung ausfuellen (dabei werden Ihre Prepaid-Kundendaten benoetigt)
- 3. Portierung durch den neuen Anbieter beauftragen - dieser kuendigt die Prepaid-Karte automatisch mit
- 4. Restguthaben vorher aufbrauchen oder auszahlen lassen (Ratgeber: Prepaid-Restguthaben auszahlen)
Schritt 2: Vertragsantrag richtig stellen
Beim Antrag entscheidet sich, wie gluecklich Sie mit dem Vertrag werden. Checkliste:
- Netz pruefen: Die besten Konditionen nuetzen nichts ohne Empfang - siehe Netzvergleich D1/D2/O2
- Effektivpreis vergleichen statt Aktionspreis - Begriffe im Tarif-Glossar
- Rabatte klaeren: Kombi-Vorteile und Mehrfachrabatte siehe GigaKombi & Co.
- Wechselbonus einfordern: Viele Anbieter zahlen Neukunden fuer den Wechsel (Wechselbonus-Vergleich)
- Schufa: Beim Vertrag gibt es eine Pruefung - Alternativen bei Ablehnung im Artikel Vertrag ohne Schufa
Schritt 3: Umstellung und SIM-Wechsel
Nach der Portierung (meist 1-8 Werktage) wird Ihre alte Prepaid-Karte stumm und die neue Vertrags-SIM uebernimmt die Nummer. Der genaue Wechselmoment ist vorher angekuendigt. Fuer die Einrichtung der neuen SIM:
Physische SIM: einlegen, PIN beiliegend, fertig. eSIM: Profil per QR-Code laden - die Schritt-fuer-Schritt-Anleitung steht bei simvo.de: eSIM aktivieren. Kontakte, die noch auf der alten Prepaid-SIM gespeichert sind, uebertragen Sie am besten vorher - Anleitung: Kontakte auf der SIM. Und bevor das alte Handy verkauft wird: Daten aufs neue Handy uebertragen.
Haeufige Fragen
Was kostet die Rufnummer-Mitnahme von Prepaid zu Vertrag?
Die Portierung kostet beim alten Anbieter meist 0-10 Euro; viele neue Anbieter erstatten die Kosten als Bonus oder rechnen sie mit dem Wechselbonus aus. Genaueres - inklusive der Unterschiede zwischen den Anbietern - im Artikel Rufnummer-Portierung und Kosten.
Kann ich zurueck zu Prepaid, wenn der Vertrag nicht gefaellt?
Ja, aber nicht sofort: Die 24-monatige Mindestlaufzeit gilt auch bei Reue. Innerhalb von 14 Tagen funktioniert der Widerruf (Ratgeber: Handyvertrag widerrufen). Danach muessen Sie bis zum Laufzeitende warten oder fruehzeitig wechseln - der umgekehrte Weg dorthin ist beschrieben im Artikel Vertrag zu Prepaid wechseln.
